Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 298 · Ein Kurs in Wundern

Der Liebe in dir Raum geben

Lektion 298 – Ich liebe dich, Vater, und ich liebe deinen Sohn.

Beitrag 2026 · Zur Lektionsübersicht

Drei Szenen mit freundlich gezeichneten Personen und Halstüchern: den Moment annehmen, in der Stille Liebe und Dankbarkeit erfahren und dieselbe Liebe in sich und einem Mitmenschen erkennen.
Der Liebe in dir Raum geben. Dieselbe Liebe in dir und mir. · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Ich liebe dich, Vater, und ich liebe deinen Sohn. Vielleicht sprechen dich diese Worte an, und zugleich fragst du dich, wie sie in deiner eigenen Erfahrung lebendig werden können. Ein Zugang liegt darin, diesen Moment anzunehmen. Ihm Raum zu geben, ohne dich innerlich dagegenzustellen. So können wir beginnen zu erfahren, was mit dieser Liebe gemeint ist.

Vielleicht sitzt du gerade auf einem Stuhl, im Sessel oder auf der Couch. Um dich herum ist das Leben, und in dir sind Gedanken darüber. Vielleicht, was anders sein müsste. Eventuell, was jemand hätte sagen sollen. Was noch fehlt, damit du zufrieden sein kannst. Für einen Augenblick können wir diese Gedanken einfach bemerken, ohne ihnen weiter zu folgen. Sage dir Ich nehme diesen Moment an, wie er ist.

Wir treten innerlich einen kleinen Schritt zurück. Das Ego analysiert, vergleicht und urteilt. Der Heilige Geist akzeptiert. Wenn wir uns ihm zuwenden, dem gesunden Anteil in uns, öffnen wir uns einer anderen Sicht. Wir brauchen den Moment nicht erst vollständig zu erklären. Wir können still werden und beobachten, was da ist, wenn wir unsere gewohnten Deutungen nicht darüberlegen.

Und vielleicht bemerkst du dann einen Frieden, eine Weite, eine Liebe, die dich umfängt. Du bist da. Getragen. In dieser Erfahrung erschließt sich etwas Wesentliches: Die Liebe, die du empfängst, ist zugleich das, was du bist. Du empfängst sie von Gott und erfährst darin dein eigenes wahres Sein. Hier gehören die Liebe zu Gott, zu dir selbst und zu seinem Sohn zusammen. Es ist dieselbe Liebe. Ohne Grenze.

Vielleicht ist da auch Dankbarkeit. Die Dankbarkeit für diesen Frieden, für die Liebe, die du gerade annehmen kannst. Wir können für etwas dankbar sein, das wir empfangen haben. So wird die Dankbarkeit zum Ausdruck unseres Annehmens. Wir lassen die Liebe zu, die bereits da ist, und erkennen darin unsere Wirklichkeit.

Nun könnte ein aufmerksamer Teil in uns einwenden: Die Welt sieht aber immer noch genauso aus. Ich sehe Menschen, Gegenstände und Unterschiede. Was hat sich denn verändert? Unser Gewahrsein dieser Welt hat sich verändert. Die Formen sind weiterhin sichtbar. Zugleich spüren wir etwas, das über sie hinausgeht. Den Frieden in uns. Die Liebe hinter der Form. Die Bilder dürfen so aussehen, wie sie aussehen. Unsere Sicherheit liegt in der Wahrheit, die wir erfahren.

Du sitzt weiterhin auf deinem Stuhl. Und doch kannst du bemerken, dass dein Sein von all dem Ärger und den Schuldgedanken unberührt ist. Hier sind wir frei. Zeitlos. In diesem Frieden verliert das, was uns eben noch intensiv beschäftigt hat, seine Macht über uns. Die Gedanken die kommen und gehen, erzählen uns viele Geschichten. Wir brauchen das nicht unbesehen zu glauben. Wir können hinschauen und prüfen, was davon jetzt wirklich wahr ist.

Was ist in diesem Moment wertvoll? Spür einmal in dich hinein. Vielleicht entdeckst du, wie kostbar diese Verbindung ist. Die Verbindung zur Quelle. Dieser gegenwärtige Augenblick in seinem Sein. Wie viel erhoffen und suchen wir sonst in wechselnden Zielen, in Anerkennung und in Vorstellungen davon, was wir noch werden müssten. Hier können wir einen Moment innehalten und erfahren, was uns bereits gegeben ist.

Und nun schau aus diesem Frieden heraus auf deine Mitmenschen. Wir lassen den Heiligen Geist schauen. Was entdeckst du? Jenseits der äußeren Erscheinung ist auch dort Liebe. Die Vergebung nimmt die Bilder und Urteile weg, die wir vor unsere Sicht geschoben haben. So wird uns zugänglich, was durch diese Bilder verdeckt war. Dieselbe Liebe in dir und mir.

Vielleicht bemerkst du dabei, wie sehr dir diese Verbindung fehlen würde. Es würde etwas von deinem eigenen wahren Sein fehlen. Denn was wir im Mitmenschen erkennen, gehört zu unserer gemeinsamen Wirklichkeit. Hier erfahren wir etwas über unsere Identität. Die Liebe macht keinen Unterschied zwischen dir und mir. Sie schließt niemanden aus.

Du kannst noch einen Augenblick still bleiben und fragen: Was kann ich jetzt mit Sicherheit sagen? Vielleicht ist die einfachste Antwort: Ich bin. Ohne die Geschichte darüber, wer du sein solltest. Ohne die Bilder, die du von dir gemacht hast. Und wenn du dich dieser Liebe weiter öffnest, kann sich auch das erschließen: Gott ist. Wir erfahren die Verbindung zu unserem Ursprung in der Liebe, die keine Trennung kennt. ES drückt sich in deinem Sein in diesem Moment aus. Denn IST ist ein Ausdruck von SEIN.

Aus dieser Erfahrung heraus wird unser gemeinsamer Weg einfach. Wir brauchen einander weder vorauszugehen noch hinterherzulaufen. Wir sind nicht in Konkurrenz. Wir gehen miteinander. Auf gleicher Höhe. Du kannst heute immer wieder einen Moment still werden, dem Frieden in dir Raum geben und aus ihm heraus auf deine Mitmenschen schauen. Die Liebe in dir ist dein Sein. Indem wir sie annehmen, erkennen wir, was uns verbindet.

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