Was ich sehe – und was ich hinzufüge
Auf dem Tisch liegt ein Brief. Noch bevor ich ihn öffne, halte ich ihn vielleicht für eine gute Nachricht, eine Forderung oder eine weitere Aufgabe. Der Brief ist da. Was er für mich bedeutet, entsteht auch aus meinen Gedanken und Erwartungen.
Ähnlich begegnen wir Menschen: Ein Gesichtsausdruck scheint etwas Bestimmtes zu sagen. Ein knapper Satz wirkt unfreundlich. Oft bemerken wir gar nicht mehr, welchen Anteil unsere eigene Deutung daran hat.
Lektion 1 eröffnet das Beobachten dieser Zuschreibungen. Es geht zunächst darum, den gewohnten Blick zu bemerken und einen Moment offen zu lassen, was wir zu sehen glauben. Im Podcast erläutere ich die Lektion und begleite dich durch die Übung.
Ein Moment zum Beobachten
Schau auf einen alltäglichen Gegenstand in deiner Nähe. Welche Gedanken, Erinnerungen oder Bewertungen tauchen dazu auf? Kannst du bemerken, was du ihm selbst an Bedeutung gibst?
Du musst zu keinem besonderen Ergebnis kommen. Die eigentliche Lektionsübung mit ihrer Anleitung findest du in der Folge.
