Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 310 · Ein Kurs in Wundern

Erlaube dir, einfach zu sein

In Furchtlosigkeit und Liebe verbringe ich den heutigen Tag.

Beitrag 2026 · Zur Lektionsübersicht

Eine Strichfigur fragt sich vor einem Bücherstapel, ob noch eine Lektion nötig ist. Danach sitzt sie entspannt da: Ich bin schon ganz. Du darfst jetzt sein – keine weitere Lektion, keine weitere Vorbereitung.
Du darfst jetzt sein · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Lektion 310: In Furchtlosigkeit und Liebe verbringe ich den heutigen Tag.

Vielleicht denkst du, du müsstest noch etwas verstehen, bevor du wirklich in Frieden sein kannst. Noch etwas klären. Dich besser vorbereiten. Doch was wäre, wenn wir uns heute erlauben, einfach zu sein? Jetzt, in diesem Augenblick. Ohne erst eine andere Version von uns selbst werden zu müssen.

Du kannst deine Aufmerksamkeit nach innen richten und entdecken, was bereits da ist. Dein Sein wartet auf keine Verbesserung. Es ist jetzt vollständig, heilig und frei. Wir brauchen diese Ganzheit nicht herzustellen. Wir können uns erlauben, sie wiederzuerkennen.

Schenke dir dafür ein paar Sekunden. Lass dich auf die Freude ein, die aus deinem wahren Selbst kommt. Vielleicht erkennst du sie zunächst nur ein wenig. Das macht nichts. Wir brauchen auch daraus keinen neuen Maßstab zu machen, an dem wir unseren Fortschritt messen. Der Frieden ist da, auch wenn unsere Aufmerksamkeit gerade mit etwas anderem beschäftigt ist. Und indem wir uns ihm zuwenden, lernen wir, was wir wirklich sind.

Diese Erfahrung bleibt nicht auf einen kleinen privaten Raum in uns beschränkt. Liebe dehnt sich aus. Dafür brauchen wir niemandem liebevolle Gedanken zu schicken. Die Vorstellung, dass hier jemand Liebe besitzt und sie zu jemand anderem hinübersenden muss, hält an der Trennung fest. Ausdehnung geschieht im Sein selbst. Wir lassen sie zu, indem wir ihr keine Grenze durch unser Urteil setzen. Auch das Bild eines Menschen, an den wir gerade denken, ist dann kein Hindernis.

Ausdehnung ist wahres Teilen. Wenn du eine Idee teilst, verlierst du sie nicht. Sie gewinnt durch das Teilen an Kraft. Ebenso wird dir keine Liebe genommen, wenn du sie nicht für dich behalten willst. Der Versuch, etwas nur für mich zu bewahren, setzt eine Grenze. Doch in der Liebe gibt es kein abgegrenztes Stück, das allein mir gehört. Ihre Ganzheit schließt alle ein.

Die Sühne anzunehmen bedeutet, diese ungeteilte Ganzheit wiederzuerkennen. Wir könnten auch sagen, dass wir den Tag mit unserer Quelle verbringen. Doch selbst diese Worte können noch den Eindruck erwecken, die Quelle sei dort und wir seien hier. Im Sein gibt es diese Entfernung nicht. Gott ist. Und unser Sein ist nicht von ihm getrennt. Wir brauchen nirgendwohin zu gelangen, um jetzt in seiner Gegenwart zu sein.

Darin liegt die Furchtlosigkeit, zu der wir heute eingeladen sind. Was sollte unser wahres Sein angreifen können? Es gibt nichts außerhalb seiner Ganzheit, das ihm etwas nehmen könnte. Die Liebe, die wir in unserem Herzen willkommen heißen, lässt uns diese Unversehrtheit erfahren. Der Frieden und die Freude, die wir entdecken, sind keine kurze Unterbrechung dessen, was wir sind. Sie gehören zu unserem Sein.

Und wenn sich Gedanken aufdrängen, die eine ganz andere Geschichte erzählen? Dann können wir innehalten und fragen: Was ist der Zweck? Wozu dient es? Richte diese Fragen an den Heiligen Geist, an dein wahres Selbst, und warte geduldig auf die Antwort. Wir sollten diesen Moment nicht sofort wieder mit unseren eigenen Erklärungen füllen. Wir können uns zeigen lassen, was dieses Denken bewirkt und ob wir daran festhalten wollen.

Vielleicht bemerken wir, dass wir mit dieser Geschichte nur unsere Aufmerksamkeit vom Frieden abziehen. Es scheint dann, als hätten wir ihn begrenzt oder verloren. Doch wenn wir nach innen schauen, ist er noch immer da. Unsere Vorstellung einer Grenze hat den Frieden selbst nicht verändert. Was für eine Erleichterung. Wir brauchen ihn nicht zurückzugewinnen. Wir können uns erneut dem zuwenden, was die ganze Zeit gegenwärtig ist.

So können aus einigen Sekunden weitere Sekunden werden. Vielleicht Minuten. Und vielleicht entdecken wir, dass wir unseren Tag in diesem Gewahrsein verbringen können, während wir alles tun, was ansteht. Wir üben, uns nicht von jeder Geschichte forttragen zu lassen. Und wenn wir uns ablenken lassen, üben wir weiter. Freundlich und ohne daraus einen neuen Vorwurf zu machen.

Wie wäre es, wenn wir uns heute erlauben, keine weitere Lektion zu brauchen? Keine weitere Vorbereitung, kein zusätzliches Analysieren, bevor wir einfach sein können. Du darfst jetzt sein. Lass die Liebe diesen Augenblick ganz erfüllen. Ohne etwas für dich zurückzuhalten. Die ganze Welt ist eingeladen, diesen Frieden in dir und durch dich und mit dir zu erfahren. Wir verbringen diesen Tag gemeinsam. Und wir können immer wieder hier beginnen. Jetzt.

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