Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 299 · Ein Kurs in Wundern

Deine Heiligkeit bleibt unberührt

Ewige Heiligkeit weilt in mir.

Beitrag 2026 · Zur Lektionsübersicht

Drei Szenen mit Strichfiguren: Der Gedanke „Mir fehlt etwas.“ verdeckt die vorhandene Ganzheit. Innehalten und die Bitte „Heiliger Geist, hilf mir.“ öffnen eine neue Sicht. Zwei Menschen begegnen sich mit dem Gedanken „Ich bin ganz. Du bist es auch.“ Das innere Licht bleibt in allen Szenen vorhanden.
Deine Heiligkeit bleibt unberührt – Gedanken zur Lektion 299 · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Ewige Heiligkeit weilt in mir. Du bist ganz, vollkommen und vollständig. Nichts fehlt deinem wahren Sein. Auch dann, wenn du gerade etwas anderes über dich denkst. Unsere Vorstellungen können diese Ganzheit verdecken. Was wir wirklich sind, bleibt davon unberührt.

Wir haben gelernt, uns als getrennt zu erleben. Wir vergleichen uns, suchen nach Ergänzung und beschäftigen uns damit, was uns noch fehlt. Vielleicht erscheint uns ein eigener Fehler als Beweis dafür, dass mit uns etwas nicht stimmt. So vertraut uns diese Gedanken auch sind: Sie erzählen eine Geschichte über uns. Unsere Heiligkeit haben sie nicht verändert. Wir haben vergessen, was zu unserem Wesen gehört, und können lernen, uns wieder daran zu erinnern.

Dein Sein ist mit seiner Quelle verbunden. Gott erkennt dich in der Heiligkeit, die auch die Seine ist. Was könnte dir dann in Wahrheit fehlen? Und wie könnte Schuld zu deinem wirklichen Sein gehören? Diesen Gedanken können wir zunächst mit dem Verstand nachvollziehen. Doch die entscheidende Frage ist: Wie wird daraus eine Erfahrung?

Vielleicht erinnerst du dich an einen Moment, in dem du einem lieblosen Gedanken nicht weiter gefolgt bist. Du warst mit einer Situation beschäftigt, bist innerlich einen kleinen Schritt zurückgetreten und hast eine andere Sicht zugelassen. Auf einmal war da Erleichterung. Etwas wurde weit und leicht. Die Vergebung lässt uns durchschauen, was wir vor unsere Sicht gestellt haben. Darin wird uns zugänglich, was längst da ist: unsere Heiligkeit.

Nun sagt die Lektion zugleich, dass unsere Heiligkeit jenseits unserer eigenen Fähigkeit liegt, sie zu verstehen oder zu erkennen. Wie passt das zusammen? Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen, von welchem Ich wir sprechen. Das persönliche Ich, das Ego, denkt in Trennung. Es versucht, Ganzheit mit den Mitteln der Trennung zu begreifen. Doch die Heiligkeit, die du spürst, kommt aus der Quelle deines Seins. Dein wahres Selbst ist mit Gott verbunden und kennt diese Verbindung. Wenn wir ihr Raum geben, öffnen wir uns dem, was über unser gewohntes Denken hinausgeht.

Du musst mir das nicht glauben. Prüfe es für dich. Wende dich einen Augenblick nach innen und gib dem Gedanken Raum: Ewige Heiligkeit weilt in mir. Vielleicht bemerkst du einen stillen Frieden, eine Weite oder ein leises Empfinden von Vollständigkeit. Wir brauchen daraus kein besonderes Erlebnis zu machen. Auch ein kurzer Augenblick kann uns zeigen, dass wir unserer gewohnten Deutung nicht ausgeliefert sind.

Und dann kommen vielleicht wieder Gedanken. Eine Erinnerung, eine Sorge, etwas scheinbar Dringendes. Schon sind wir beschäftigt und denken: Es funktioniert doch nicht. Doch schau noch einmal genau hin. Der stille Moment war da. Anschließend haben wir uns ablenken lassen. Die Ablenkung macht die Erfahrung nicht unwahr. Wir können uns erinnern und unsere Aufmerksamkeit erneut ausrichten, ohne uns für das Abschweifen zu verurteilen.

Könnten wir dabei ein wenig barmherziger mit uns sein? Und auch mit unseren Mitmenschen? Je mehr wir die eigenen Schuldgedanken durchschauen lassen, desto weniger brauchen wir sie weiterzugeben. Was uns selbst zugänglich wird, verändert auch unsere Sicht auf die Menschen, denen wir begegnen. Wir beginnen, hinter unseren Urteilen das gemeinsame Sein zu erahnen.

Lass uns heute immer wieder kurz innehalten. Wenn es schwierig erscheint und du merkst, wie angestrengt du nach einer Erfahrung suchst, sage dir: Stopp. Bitte um Hilfe: Heiliger Geist, hilf du mir. Ich möchte mein wahres Selbst erfahren. Dann gib dir ein wenig Zeit und Raum. Wir brauchen keinen bestimmten Zustand vorzuführen. Wir können still werden, zuhören und freundlich neu beginnen.

Deine Heiligkeit braucht deine Anstrengung nicht, um zu bestehen. Sie ist bereits da. Jeder Augenblick, in dem du dich ihr öffnest, ist eine Einladung, dem mehr zu vertrauen, was du wirklich bist.

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