Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 303 · Ein Kurs in Wundern

Ein Augenblick der Zuversicht

Heute ist der Heilige Christus in mir geboren.

Beitrag 2025 · Zur Lektionsübersicht

Drei Phasen mit derselben Strichfigur: Ein Behördenbrief löst Angst aus; die Person hält im Vertrauen auf den Gebenden inne; im hellen Raum schreibt sie ruhig eine Antwort. Der ursprüngliche Bescheid liegt weiterhin daneben.
Vertraue dem Gebenden. · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Was bedeutet dieser Gedanke für uns? Christus ist das wahre Selbst, das wir miteinander teilen und das uns mit Gott eint. Dieses Selbst hat seine Quelle nie verlassen und seine Unschuld nicht verloren. Was wir wirklich sind, ist unverändert da. Heute können wir uns dafür öffnen, es in uns zu erkennen.

Dazu braucht es unsere Bereitschaft. Wir treten innerlich einen Schritt zurück und lassen zu, dass uns andere Gedanken gegeben werden. Doch Bereitschaft und Vollbringen sind nicht dasselbe. Die Möglichkeit eines Geisteswandels ist damit eröffnet. Ob wir uns ihm ganz anvertrauen, ist eine weitere Frage. Vielleicht sind wir bereit, Hilfe zu empfangen, halten zugleich aber an der Überzeugung fest, dass wir selbst noch etwas absichern oder kontrollieren müssen.

Hier können wir genau hinschauen. Was treibt mich gerade an? Woraus entsteht dieser Druck, unbedingt etwas tun zu müssen? Vielleicht sagt eine Stimme in uns: Ich muss das allein schaffen. Ich muss mich schützen. Ich muss dafür sorgen, dass alles gut wird. Wenn wir dieser Stimme folgen, versuchen wir, Angst mit den Mitteln der Angst zu meistern. Doch die wirkliche Meisterung geschieht durch die Liebe. Unsere Zuversicht richtet sich auf den Heiligen Geist, auf die Kraft, die uns gegeben ist.

Das bedeutet nicht, dass wir den ganzen Tag still dasitzen. Es geht darum, mitten in unserem Alltag immer wieder einen Moment zu finden, in dem wir uns ganz der Liebe zuwenden. Einen Moment, in dem wir nicht schon festlegen, wie die Antwort aussehen muss. Wir öffnen uns der Stimme für Gott. Die Berichtigung unserer Gedanken überlassen wir dem Heiligen Geist. Daraus kann auch unser nächster Schritt hervorgehen.

Unsere Gedanken sind dabei keineswegs bedeutungslos. Der Geist verliert seine Macht nicht, wenn wir uns ihrer nicht bewusst sind. Gerade deshalb ist es wichtig sich bewusst zu machen, welche Gedanken in uns auftauchen und an was wir glauben. Vertrauen wir den vertrauten Gedanken der Angst? Oder sind wir zuversichtlich, dass wahre Gedanken uns erreichen können? Irrtum wird durch Wahrheit berichtigt. Die Liebe weist uns über den Gedankenkreis hinaus, in dem wir uns selbst eingesperrt haben.

Die heutige Lektion lädt uns ein, einen Augenblick vollkommener Zuversicht zuzulassen. Wir brauchen ihn nicht zu begrenzen oder gleich wieder zu beurteilen. Wir werden still und empfangen, was uns gegeben wird. Vielleicht bemerken wir, wie die Unruhe nachlässt, wie Sanftheit Raum gewinnt und Frieden spürbar wird. In dieser Erfahrung lernen wir, der Liebe zu vertrauen. So kann unsere Zuversicht wachsen.

Und wenn gleich darauf der Gedanke auftaucht: Du hast es schon wieder nicht hingekriegt? Dann können wir auch diesen Gedanken anschauen. Ist das die Wahrheit? Welche Stimme spricht da gerade? Ein Vorwurf gegen uns selbst führt uns erneut in die Angst. Wir brauchen ihm nicht zu glauben. Auch jetzt wird uns eine andere Möglichkeit angeboten. Auch jetzt können wir uns wieder öffnen.

Vielleicht spüren wir einen Widerstand, ohne genau sagen zu können, woran wir festhalten. Dann sollten wir genau damit zum Heiligen Geist kommen. Sage dir: Da ist etwas in mir. Ich kann es noch nicht erkennen, aber ich spüre Angst. Schau du mit mir dahin. Wir brauchen diesen Teil unseres Erlebens nicht von der Vergebung auszunehmen. Wir sollten nichts zurückhalten, es ist Aufgabe des heiligen Geistes alles zu lösen, was wir ihm geben.

Vielleicht bemerken wir dabei, dass wir noch nicht bereit sind, einen bestimmten Gedanken aufzugeben. Auch das können wir ehrlich wahrnehmen. Warum halte ich daran fest? Was verspreche ich mir davon? Schon indem wir diese Fragen zulassen, öffnen wir uns für eine andere Sicht. Wir müssen uns für unseren Widerstand nicht verurteilen. Wir können lernen, ihn der Liebe zu überlassen.

Christi Wiederkunft ist die Berichtigung von Fehlern und die Rückkehr der geistigen Gesundheit. Wir beginnen wiederzuerkennen, was nie verloren war. Unser wahres Selbst braucht nicht erst erschaffen zu werden. Es ist das Selbst, das Gott uns gab. Lass uns heute immer wieder einen stillen Moment finden, in dem wir es willkommen heißen. Einen Augenblick, in dem wir auf den Gebenden vertrauen. Heute ist der Heilige Christus in mir geboren.

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