Der Podcast mit Ivo Ryssel

Beitrag 2026 · Fester Link zu diesem Beitrag

Lektion 4 · Aufnahme aus 2026

Gedanken anschauen, statt ihnen zu folgen

Diese Gedanken haben keinerlei Bedeutung

Unsere Gedanken scheinen uns zu sagen, was die Welt bedeutet. Sie beurteilen, ordnen ein und geben scheinbar Orientierung. Doch gerade damit verdecken sie unsere wahren Gedanken. Wir beginnen, beides zu unterscheiden, indem wir einen Schritt zurücktreten und wahrnehmen, was uns durch den Kopf geht.

  1. Nimm wahr, was du denkst

    Beobachte einen Moment deine Gedanken. Vielleicht geht es um eine Begegnung, eine Sorge oder darum, wie du selbst etwas gemacht hast. Oft ist es ein ganzes Geflecht von Einschätzungen. Du musst es weder ordnen noch lösen. Es darf zunächst einfach sichtbar werden.

  2. Lass gute und schlechte Urteile zu

    Wähle nicht nur Gedanken aus, die du unangenehm findest. Auch ein positives Urteil bleibt ein Urteil. Wenn wir nur das Unliebsame betrachten, halten wir an der gewohnten Einteilung fest. Hier lernen wir, das urteilende Denken selbst anzuschauen.

  3. Benenne den konkreten Gedanken

    Erkenne die Person oder die Situation, um die es geht. Sage dir: Dieser Gedanke über diese Situation hat keinerlei Bedeutung. Wir wenden den Leitgedanken auf etwas an, das uns tatsächlich beschäftigt. So wird aus einer allgemeinen Aussage eine unmittelbare Begegnung mit unserem Denken.

  4. Du brauchst nichts zu bekämpfen

    Einen Gedanken zu bemerken heißt noch nicht, ihm glauben zu müssen. Wir unterdrücken ihn nicht und führen keinen Streit mit ihm. Wir nehmen ihm die vermeintliche Gewissheit. Vielleicht spürst du dabei Erleichterung, vielleicht Widerstand. Beides können wir wahrnehmen, ohne es zu beurteilen.

  5. Auch Festhalten kann sichtbar werden

    Vielleicht entdeckst du die Angst, eine vertraute Bedeutung zu verlieren. Im Sinne dieser Geistesschulung sind auch Gefühle Gedanken. Somit darfst du auch diese Angst anschauen und den Leitgedanken darauf anwenden. Sie ist keine Ausnahme und kein Beweis, dass du etwas falsch machst.

  6. Wir lernen, das Bedeutungsvolle zu erkennen

    Unsere wahren Gedanken werden von den wechselnden Urteilen verdeckt. Sie gehören zu dem Frieden, den Gott uns gibt. Die Selbstbeobachtung hilft uns, die Überlagerung zu bemerken. Wir müssen diesen Frieden nicht erfinden. Wir lernen, ihm wieder Raum zu geben.

Eine weibliche Strichfigur mit Linienbeinen steht am offenen Fenster, eine Hand auf dem Fensterbrett und eine offen. Sie beobachtet gleichwertige Gedankenblasen mit Sonne und Blume sowie Regenwolke. Sie sagt: „Ich muss ihnen nicht folgen.“ Darüber: „Gedanken kommen und gehen“; unten wirkewunder.de.
Gedanken anschauen, statt ihnen zu folgen · In voller Größe öffnen

Beiträge zu dieser Lektion

Hören und gemeinsam üben

Podcastfolgen zu Lektion 4

2024 · Ein Kurs in Wundern

Diese Gedanken haben keinerlei Bedeutung. Sie sind wie die Dinge, die ich in diesem Raum sehe [auf dieser Straße, von diesem Fenster aus, an diesem Ort].

4. Januar 2024 · 24 Min.

Auf Spotify öffnen
Hier hören

Du kannst die Folgen hier hören oder auf Spotify öffnen.