Der Podcast mit Ivo Ryssel

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Lektion 39 · Aufnahme aus 2026

Lernen ohne Schuld

Meine Heiligkeit ist meine Erlösung.

Vielleicht machen wir uns sogar Vorwürfe, weil wir beim Üben abschweifen oder wieder ungeduldig werden. Doch wir brauchen uns nicht schuldig zu fühlen, weil wir lernen. Die heutige Lektion lädt uns ein, den Wert unserer Schuldlosigkeit zu entdecken und glückliche Schüler zu sein.

  1. Bemerke, wie Schuld dein Denken lenkt.

    Schuld ist uns so vertraut, dass wir ihren Schmerz vielleicht kaum noch bemerken. Doch wenn Schuld unsere Gedanken lenkt, sind wir nicht frei. Halte kurz inne und schau: Welche Gedanken werden von Schuld bestimmt? Dass wir uns an sie gewöhnt haben, gibt ihr keine nützliche Funktion.

  2. Deine Schuldlosigkeit ist in sich wertvoll.

    Wir brauchen Schuldlosigkeit nicht nur, um den Schmerz der Schuld auszugleichen. Sie gehört zu dem, was wir wirklich sind. Auch wenn wir Schuld bei anderen suchen, halten wir an ihr fest. In deiner Schuldlosigkeit bist du ganz. Schuld fügt dieser Ganzheit nichts hinzu.

  3. Du kannst dich jetzt neu entscheiden.

    Vielleicht erscheint dir das Ego heute besonders stark. Doch die Macht der Entscheidung bleibt bei dir. Halte inne und wende dich bewusst dem Heiligen Geist zu. Wir können die Gedanken, die uns bedrängen, anschauen und berichtigen lassen. So geben wir dem bereits vorhandenen Frieden Raum.

  4. Auch dein Lernen braucht keine Schuld.

    Wenn du beim Üben abschweifst, kehre zurück, sobald du es bemerkst. Das ist alles. Auch Ungeduld mit dir selbst oder mit der Lektion kann zum Gegenstand der Übung werden. Du brauchst dich dafür nicht erneut zu verurteilen. Wir lernen, unsere Schuldlosigkeit zu entdecken.

  5. Die Heiligkeit, die die Welt segnet, schließt dich ein.

    Du kannst von deiner eigenen Heiligkeit nicht ausgeschlossen sein. Der Frieden in dir lässt dich etwas von deiner Schuldlosigkeit, Leichtigkeit und Freiheit erfahren. Wenn wir uns dafür öffnen, kommt das auch unseren Mitmenschen zugute. Unsere Erlösung und die Erlösung der Welt gehören zusammen.

  6. Gib dem Leitgedanken heute Zeit.

    Nimm dir viermal volle fünf Minuten. Betrachte deine lieblosen Gedanken, ohne bestimmte auszuwählen oder besonders zu gewichten, und wende den Leitgedanken auf sie an. Beende die Übung mit „Meine Heiligkeit ist meine Erlösung.“ und der Frage: „Wenn Schuld die Hölle ist, was ist ihr Gegenteil?“ Dazwischen helfen kurze Wiederholungen und stille Momente. Wenn dich etwas bedrängt, sage dir: „Meine Heiligkeit erlöst mich daraus.“

Eine freundliche weibliche Strichfigur sitzt mit apricotfarbenem Halstuch in einem grünen Sessel. Neben ihr stehen ein offenes Buch und eine gelbe Tasse. Sie bemerkt: „Schon wieder abgeschweift …“ und denkt: „Ich kehre einfach zurück.“ Darüber steht „Meine Heiligkeit ist meine Erlösung.“, darunter „Lernen braucht keine Schuld.“
Lernen braucht keine Schuld. · In voller Größe öffnen

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