Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 287 · Ein Kurs in Wundern

Was du suchst, bist du schon

Du bist mein Ziel, mein Vater, Du allein.

Vier farbige Szenen mit Strichmännchen: äußeren Zielen nachjagen, den Frieden und das verbundene geistige Sein in sich erkennen, im Alltag durch Vergebung dem Frieden dienen und sanft durch Kontraste lernen. Unten steht wirkewunder.de.
Was du suchst, bist du schon – Gedanken zur Lektion 287 · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Was möchtest du erreichen? Vielleicht Erfolg in deiner Arbeit. Vielleicht möchtest du einfach in Ruhe gelassen werden und dein Leben genießen. Unsere Ziele verändern sich im Laufe des Lebens. Doch hinter den unterschiedlichen Wünschen suchen wir meist dasselbe: Freude, Erfüllung und Frieden. Haben wir das in unseren erreichten Zielen gefunden? Manchmal vielleicht. Doch ist es geblieben?

Wir können auf Erfolge zurückblicken. Auf Dinge, die wir geschafft haben, und auf schwierige Situationen, durch die wir hindurchgegangen sind. Auch das ist eine Form des Erfolgs. Doch was davon gibt uns eine Erfüllung, die nicht wieder vergeht? Die heutige Lektion richtet uns auf das eine Ziel aus, in dem wir finden, was wir wirklich suchen. Auf unseren Vater. Auf unseren Ursprung und damit auf unsere wahre Identität.

Du musst nicht erst geistig werden. Du bist reiner Geist. Und du bist es ganz. Geist ist grenzenlos. Seine Wirklichkeit lässt sich nicht in voneinander getrennte Teile aufspalten. Wir teilen sie mit unserem Ursprung und miteinander. Darin gibt es keinen Konflikt. Darin bist du ganz, im Frieden und unangreifbar. Wir müssen diese Wirklichkeit nicht herstellen. Wir können sie wiedererkennen.

Doch solange wir glauben, ein bestimmter Erfolg müsse uns erst glücklich machen, stellen wir etwas anderes vor diese Wahrheit. Darin liegt der Götzendienst: Ein Götze ist ein Ersatz für Gott, für das, was wirklich ist. Wir geben einem selbstgemachten Ziel die Bedeutung, uns erfüllen zu können. Und lehren uns damit, dass uns etwas fehlt. So machen wir uns in unseren Gedanken abhängig und verletzlich. Das Erhoffte könnte ausbleiben. Oder wieder verloren gehen.

Bedeutet das, dass du deine Arbeit nicht mehr machen oder deine Umsatzziele aufgeben sollst? Nein. Du kannst das alles in Ruhe tun. Der Punkt ist, worin du deine Erfüllung suchst. Und auch die umgekehrte Überzeugung bindet uns an dasselbe Denken: Meine Arbeit ist schuld daran, dass ich unerfüllt bin. Dann suchen wir einen Schuldigen für einen Mangel, an den wir glauben. In beiden Fällen schauen wir nach außen und übersehen, was bereits in uns ist.

Deine Funktion ist Vergebung. Wir könnten auch sagen: die Ausdehnung des Friedens. Statt unsere Erfüllung von einem Ergebnis abhängig zu machen oder Schuld für ihr scheinbares Fehlen zuzuweisen, können wir uns auf den Frieden in uns besinnen. Von dort kommt eine andere Führung. Die innere Stimme, die ihm entspringt, ist nicht etwas Fremdes. In diesem stillen Gewahrsein begegnen wir unserem eigenen Sein. Hier können wir uns anleiten lassen.

Die Fragen der Lektion sind deshalb ganz ernst gemeint. Was könnte ein Ersatz für Glück sein? Welche Gabe könnte ich dem Frieden Gottes vorziehen? Möchte ich lieber mit der Angst als mit der Liebe leben? Wir können jede dieser Fragen an uns heranlassen. Was suche ich gerade? Warum möchte ich etwas anderes sein, als ich in Wahrheit bin? Welches Glück verspreche ich mir davon?

Und ja, ich kenne dieses Treibende auch. Die Überzeugung, dass etwas wirklich schön wäre und mir endlich die ersehnte Erfüllung bringen würde. Wir brauchen uns dafür nicht zu verurteilen. Schauen wir für einen kurzen Moment nach innen. Vielleicht erfahren wir die Sanftheit der Liebe in uns. Dann können wir vergleichen: Wie fühlt sich das Getriebensein an? Und wie diese Sanftheit? Was zieht uns wirklich an?

Der Heilige Geist nutzt diese Kontraste. Durch unsere Erfahrungen lernen wir, wohin wir uns ausrichten möchten. Getriebenheit oder Freiheit. Angst oder Liebe. Wir müssen die Fragen nicht zwanghaft mit der vermeintlich richtigen Antwort beantworten. Ein erzwungenes Ja bringt uns nicht zum Erkennen. Es geht darum, uns den inneren Frieden immer wieder zu vergegenwärtigen und unsere Erfahrungen damit zu vergleichen.

Dabei können wir ganz sanft und großzügig mit uns sein. Der Druck, endlich ankommen zu müssen, trägt ja bereits die Überzeugung in sich, noch nicht da zu sein. Noch etwas tun zu müssen, damit wir bekommen, was uns fehlt. Vielleicht bemerken wir gerade in der Zwanglosigkeit ganz verblüfft: Das Gesuchte ist schon da. Wir sind schon, was wir suchen.

Wenn du bemerkst, dass du wieder einem Versprechen hinterherläufst, kannst du innehalten und fragen:
Wo führt das hin? Was ist der Zweck? Werde ich darin wirklich Freude und Erfüllung finden?
Lass dich von der Stimme des Friedens anleiten. Vielleicht entscheidest du dich dann neu. Ohne Zwang. Deine wahre Wirklichkeit bleibt unberührt von all den Bildern, die du an ihre Stelle setzt. Du kannst sie wiedererkennen. Sanft, in dir.

Hören und gemeinsam üben

Podcastfolgen zu Lektion 287

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