Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 285 · Ein Kurs in Wundern

Deine Heiligkeit ist schon da

Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar.

Grafik zu Lektion 285: Das innere Licht erkennen, der Illusion die Macht nehmen, sich auf Freude ausrichten und Widerstände ehrlich anschauen.
Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar – Gedanken zur Lektion 285 · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Vielleicht beginnt dein Tag überhaupt nicht mit Freude. Vielleicht bist du ärgerlich, enttäuscht oder voller Gedanken, die dir keine Ruhe lassen. Und dann lesen wir diese Lektion und sollen erwarten, dass nur die glücklichen Dinge Gottes zu uns kommen. Wie soll das gehen? Wir bemühen uns doch schon. Warum gelingt es nicht? Schnell wird aus unserem Üben eine weitere Gelegenheit, uns selbst zu verurteilen. Doch deine Heiligkeit hängt nicht davon ab, wie zufrieden du gerade mit dir bist. Sie ist da. Auch jetzt.

Wir müssen nicht erst heilig werden. Wir sind heilig erschaffen worden. Das verändert den Blick auf unseren ganzen Weg. Wenn wir glauben, erst alle falschen Gedanken abarbeiten zu müssen, bevor wir Frieden erfahren dürfen, verschieben wir unser wahres Sein in eine ungewisse Zukunft. Noch ein Problem lösen. Noch einen Widerstand überwinden. Irgendwann sind wir dann so weit. Doch die Sühne verändert nicht, was wir sind. Sie lässt uns wiedererkennen, was unverändert in uns leuchtet. Die verschleiernden Gedanken dürfen berichtigt werden. Die Heiligkeit selbst braucht keine Berichtigung.

Wenn du dich schwach oder ausgeliefert fühlst, scheint diese Wahrheit weit entfernt. Der Schmerz nimmt unsere Aufmerksamkeit ein und erzählt uns, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Doch alles, was wir wahrnehmen, erfahren wir in unserem Geist. Und dieser Geist ist weiter als der Körper, mit dem wir uns verwechseln. Die Macht der Entscheidung ist noch immer dein. Du kannst dich der Wahrheit in dir zuwenden, auch wenn der vertraute Gedankenstrom etwas anderes behauptet. Wir brauchen nicht darauf zu warten, dass er uns die Erlaubnis dazu gibt.

Dabei helfen uns die Fragen dieser Lektion:
Was würde Schmerz mir nützen?
Welchem Zweck soll mein Leiden dienen?
Wie können mir Gram und Verlust helfen?

Im Denken des Egos erfüllen sie einen Zweck: Sie scheinen zu beweisen, dass wir verletzlich, angreifbar und auf einen Körper begrenzt sind. Doch welche geistige Kraft muss in uns sein, wenn wir uns so überzeugend für das Gegenteil dessen halten können, was wir wirklich sind? Wir verwenden diese Kraft, um an unsere Begrenzung zu glauben. Doch JETZT, in diesem Moment können wir sie der Wahrheit zuwenden. Derselbe Geist, der sich immer wieder mit Verlust beschäftigt, kann sich für die Freude öffnen.

Halte einen Augenblick inne. Du kannst quälenden Gedanken sagen: „Stopp, ich brauche euch jetzt nicht!“. Und dann gib deinem Geist eine andere Ausrichtung: „Ich bitte, dass nur die glücklichen Dinge Gottes zu mir kommen. Ich bitte nur sie zu kommen.“ Vielleicht sagst du es einmal. Vielleicht zehnmal oder zwanzigmal, weil deine Aufmerksamkeit immer wieder zu den alten Geschichten zurückkehrt. Du kannst sie erneut ausrichten. Ruhig und beharrlich. Dabei brauchen wir keine bestimmte äußere Begebenheit zu verlangen. Die frohe Erwartung ist offen für die Freude unseres wahren Selbst. Wir müssen ihr nicht vorschreiben, in welcher Form sie uns begegnen soll.

Und wenn sich dabei Widerstand zeigt? Wenn du denkst, dass das alles nichts hilft, oder dich über diese Worte ärgerst? Dann sollten wir genau dort ehrlich hinschauen. Wir sind deshalb keine schlechten Schüler. Vielleicht wird gerade sichtbar, wie sehr wir noch an einer Vorstellung von uns festhalten, in der wir klein und machtlos sind. Diesen Widerstand zu bemerken, ist ein wichtiger Schritt. Wir müssen ihn nicht verbergen und auch nicht gegen uns verwenden. Unsere Heiligkeit wird durch ihn nicht beschädigt. Doch wir können erkennen, dass wir unseren Blick von ihr abwenden.

Hier beginnt unsere Bereitwilligkeit. Wir übergeben dem Heiligen Geist, was wir gemacht haben: unsere Urteile, unsere Angst, unseren Groll und auch den Zweifel, ob wir diese Gedanken überhaupt loslassen wollen. Wie die Berichtigung geschieht, müssen wir nicht wissen. Wir dürfen um Hilfe bitten und die Korrektur zulassen. Ein Irrtum braucht keinen Kampf, wenn er der Wahrheit begegnet. Was im Licht verschwindet, wird nicht angegriffen. Es verliert den Anschein, wahr zu sein.

Wir haben dafür eine Vergleichsmöglichkeit in uns. Unsere Stimmungen wechseln. Ein Gedanke macht uns froh, der nächste bedrückt uns. Doch kann das, was ständig kommt und geht, die Wahrheit unseres Seins sein? Wahrheit muss wahr bleiben. Der Frieden in dir wird nicht erst erschaffen, wenn du ihn bemerkst. Er ist auch dann da, wenn deine Aufmerksamkeit woanders liegt. In der inneren Schau können wir diese Beständigkeit erfahren. Freude, Leichtigkeit und die stille Ausdehnung unseres Seins geben uns einen anderen Bezugspunkt als die wechselnden Geschichten über uns selbst.

Heute dürfen wir diesem Sein Raum geben. Durch die Vergebung kehren wir in den gegenwärtigen Augenblick zurück, in dem unsere alten Urteile nicht bestimmen, was wir erfahren. Du musst deine Heiligkeit nicht aus der Vergangenheit zurückholen oder für morgen erarbeiten. Du kannst nur jetzt sein. Und jetzt steht dir das Licht offen. Wann immer ein trübender Gedanke auftaucht, können wir ihn übergeben und uns erneut zuwenden. Meine Heiligkeit leuchtet heute hell und klar. Wir dürfen sie anerkennen. Und uns an ihr freuen.

Hören und gemeinsam üben

Podcastfolgen zu Lektion 285

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