Der Podcast mit Ivo Ryssel
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Lektion 284 · Ein Kurs in Wundern

Gedanken der Heilung

Wir können wählen, welchem Gedankenstrom wir Glauben schenken. Der Frieden in uns eröffnet eine neue Entscheidung und die Bereitwilligkeit zur Heilung.

Grafik mit einem Kompass: Links stehen verletzende Gedanken, Mangel und erfundene Geschichten. Rechts führt die bewusste Wahl des Gedankenstroms zu innerem Frieden und zur Bereitwilligkeit, Vergebung zuzulassen.
Die Macht deiner Wahl: Gedanken zur Lektion 284 · In voller Größe öffnen

Gedanken zur Lektion

Wir wissen oft nicht, welcher Gedanke als Nächstes auftaucht. Und doch können wir entscheiden, welchem Gedankenstrom wir Glauben schenken. Dem vertrauten Strom, der uns von Mangel, Bedrohung und Verlust erzählt. Oder der sanften Ausdehnung unseres wahren Wesens. Hier liegt unsere Wahlfreiheit. Mit etwas innerem Abstand können wir bemerken: Da ist ein verletzender Gedanke. Ich habe ihm geglaubt. Doch ich kann mich jetzt anders entscheiden.

Die Welt verändert sich ständig. Etwas kommt hinzu, etwas anderes geht verloren. Die Frage ist, welche Gedanken diese Veränderungen begleiten. Wenn etwas, das wir besitzen, plötzlich nicht mehr da ist, was bedeutet das für uns? Glauben wir, damit auch unsere Sicherheit verloren zu haben? Fehlt uns nun etwas, das wir brauchen, um vollständig zu sein? Vielleicht meinen wir auch, erst eine bessere Position im Beruf erreichen zu müssen, damit wir endlich sicher sind. In all diesen Gedanken bestätigen wir uns einen Mangel. Und damit verletzen wir uns.

Schmerz, Gram und Verlust scheinen sehr wirklich. Doch die Bedeutung, die wir mit einer Begebenheit verbinden, entspringt unserem Denken. Wir beurteilen sie und erleben sie entsprechend. Die Lektion führt uns darüber hinaus: Schmerz ist in Wahrheit unmöglich. Verlust ist nicht Verlust, wenn er richtig wahrgenommen wird. Leiden jeder Art ist ein Traum. Vielleicht haben wir Vorbehalte gegen diese Aussagen. Doch wir können anfangen, sie an unserer eigenen Erfahrung zu prüfen.

Denn wir haben eine Vergleichsmöglichkeit. Du kannst nach innen schauen und die ruhige Ausdehnung des Friedens in dir spüren. Während deine Gedanken und Gefühle wechseln, bleibt dein wahres Sein unverändert. Heute scheint etwas ein Gewinn zu sein, morgen ein Verlust. Heute sind wir fröhlich, morgen traurig. Doch was ist dann die Wahrheit unseres Seins? Wo haben wir unseren Ursprung? Im ständigen Wandel oder in der Liebe, die stetig da ist? Die innere Schau gibt uns einen Referenzpunkt. Hier können wir erkennen, dass unsere wechselnden Erfahrungen die Wahrheit in uns nicht verändern.

Wie viel Zeit brauchst du, um deiner Heiligkeit gewahr zu sein? In dem Moment, in dem du dich ihr zuwendest, ist sie da. Wir sind daran gewöhnt, auf Erfüllung zu warten. Ein Wunsch scheint einen Weg zu brauchen, und ob er erfüllt wird, bleibt ungewiss. Doch der Frieden unseres wahren Wesens steht uns jetzt offen. Vielleicht scheint unser Lernen Zeit zu benötigen. Die Zeit, bis wir begreifen, dass das, wonach wir suchen, bereits da ist.

Unsere Aufgabe ist, die Verantwortung für unsere Gedanken zu übernehmen. Ehrlich hinzuschauen und bereit zu sein, sie dem Heiligen Geist zur Korrektur zu übergeben. Auch Zweifel dürfen dabei sichtbar werden. Vielleicht hängen wir noch an einem Urteil oder glauben, dass dieses eine Problem besonders schwierig ist. Wir können auch das anschauen und um Hilfe bitten. Wie Heilung geschieht, ist die Aufgabe des Heiligen Geistes. Unsere Bereitwilligkeit öffnet uns dafür.

Die Liebe ist immer noch da. Doch im Denken der Trennung halten wir sie aus unserem Gewahrsein fern. Wir haben sie gewissermaßen gecancelt und geben unseren erfundenen Geschichten Raum. Die Vergebung lässt uns der Liebe wieder gewahr werden. Und damit verändert sich unser Blick. Wo wir zuvor einen Angriff gesehen haben, können wir Frieden erkennen. Im anderen begegnet uns das gleiche Sein, das wir in uns spüren. Hinter unseren Urteilen wird unsere Verbindung erfahrbar.

„Vater, was du gegeben hast, kann nicht verletzen. So müssen Gram und Schmerz unmöglich sein.“ Dieses Gebet erinnert uns daran, was wahr ist. Liebe, Freude, Frieden und Erfüllung gehören zu unserem Sein. Verletzende Gedanken können diese Wahrheit verdecken, doch sie können sie nicht zerstören. Wann immer wir bemerken, dass wir ihnen erneut Glauben schenken, können wir innehalten. Uns der Stille zuwenden. Die Korrektur zulassen. Ich kann beschließen, alle verletzenden Gedanken zu verändern. Jetzt.

Hören und gemeinsam üben

Podcastfolgen zu Lektion 284

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