Der Podcast mit Ivo Ryssel

Beitrag 2026 · Fester Link zu diesem Beitrag

Lektion 2 · Aufnahme aus 2026

Ich kann die Welt neu sehen

Ich habe allem, was ich sehe, die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.

Wir glauben meist, die Bedeutung der Dinge stehe bereits fest. Doch wir blicken durch das, was wir gelernt haben. Wenn wir erkennen, dass wir selbst die Bedeutung gegeben haben, öffnet sich eine Möglichkeit: Wir können unsere vertraute Sicht infrage stellen und uns eine andere zeigen lassen.

  1. Es geht um die gesamte Bedeutung

    Ein Gegenstand kann uns einmal sehr wichtig sein und später gleichgültig werden. Daran erkennen wir leicht, dass wir Bedeutung geben. Der Lektionsgedanke reicht weiter: Auch das scheinbar selbstverständliche Wissen darüber, was etwas ist, beruht auf erlernten Vorstellungen. Wir sehen eine gelernte Welt.

  2. Muße öffnet den Geist

    Wir brauchen diese Einsicht nicht unter Druck zu erarbeiten. Nimm dir in Ruhe Zeit, zu schauen. Wenn wir nichts schnell abhaken müssen, können wir uns auf etwas Neues einlassen. Muße ist hier keine Nebensache. Sie hilft uns, die Übung ohne inneren Abwehrkampf anzunehmen.

  3. Wende den Gedanken konkret an

    Lass deinen Blick durch den Raum gehen. Vielleicht fällt er auf eine Kaffeetasse. Sage dir: Ich habe dieser Kaffeetasse die gesamte Bedeutung gegeben, die sie für mich hat. Dann schau weiter. Wir brauchen keine besondere Bedeutung zu finden oder eine Erklärung zu erfinden. Wir lassen die Feststellung einen Moment gelten.

  4. Bemerke deine Ausnahmen freundlich

    Vielleicht zieht dich etwas besonders an. Vielleicht möchtest du einen Gegenstand oder den eigenen Körper überspringen. Registriere das, ohne dich zu beurteilen. Auch Widerstand darf sichtbar werden. Wir lernen unseren Geist kennen und können uns wieder dem ruhigen Schauen zuwenden.

  5. Lass Raum für Berichtigung

    Unsere gewohnten Bedeutungen zeigen uns eine Welt scheinbar getrennter Dinge. Doch diese Sicht ist nicht die Wahrheit unserer Verbindung. Die konkrete Welt wird zum Mittel der Heilung, wenn wir sie vom inneren Lehrer neu deuten lassen. Wie diese Berichtigung geschieht, müssen wir nicht selbst herstellen. Unsere Bereitwilligkeit macht Platz dafür.

Eine männliche Strichfigur sitzt im grünen Sessel und hält ein leeres Etikett. Drei goldene Fäden führen von ihrem Kopf zu drei weiteren leeren Etiketten über Buch, Pokal und Paarfoto. Sie denkt: „Ich kann neu schauen.“ Darüber: „Ich gebe die Bedeutung.“; unten wirkewunder.de.
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Beiträge zu dieser Lektion

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Podcastfolgen zu Lektion 2

2024 · Ein Kurs in Wundern

Ich habe allem, was ich in diesem Raum sehe [auf dieser Straße, von diesem Fenster aus, an diesem Ort], die gesamte Bedeutung gegeben, die es für mich hat.

2. Januar 2024 · 23 Min.

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